Es war kein gewöhnlicher Heiligabend. Schnee fiel in Wellen und wirbelte wie ein himmlisches Ballett durch die Nacht. Doch dies war keine Nacht stillen Staunens. Es war eine Nacht voller Gefahr. Tief in den gefrorenen Weiten der Northern Realms stand die verzauberte Weihnachtskathedrale hell erleuchtet. Ihre Türme ragten wie gezackte Zähne in den sternenreichen Himmel. Die Bühne war bereitet, und mittendrin war Santa Claus kein fröhlicher alter Mann mit einem Bauch voller Gelächter. Heute Nacht war er eine Legende.
Der Ruf zu den Waffen
Seit Wochen wurde der Nordpol belagert. Krampus, der finstere Dämon des Antiweihnachtlichen, hatte eine Armee aus Eistrollen und Frostgeistern aufgestellt, um den Geist des Festes endgültig zu zerschlagen. Der Angriff war präzise, brutal und wohlüberlegt. Spielzeugwerkstätten erstarrten zu Eis. Die Rentiere wurden gefangen und in eisige Kerker gesperrt. Selbst Mrs. Claus musste sich mit ihrem Nudelholz gegen Frostbrut wehren. Und sie erledigte nicht gerade wenige davon.
Santa wusste, dass Freude und guter Wille diesmal nicht reichen würden. Nein, jetzt brauchte es einen Krieger. Einen Feldherrn. Er griff tief in seine sagenumwobene Vergangenheit zurück und öffnete das versiegelte Gewölbe der Ewigkeit unter der Kathedrale. Darin leuchtete die Frostblade of Everlight in kalter, strahlender Macht. Daneben lag seine Rüstung: ein Meisterwerk kunstvollen Elfenhandwerks, geschmückt mit Stechpalmenblättern, Zuckerstangengravuren und bedrohlichen Schulterpanzern in Form brüllender Schneelöwen.
Während Santa seine Kampfausrüstung anlegte, hallte seine donnernde Stimme durch die heilige Halle. „Die haben sich mit dem falschen Festgeist angelegt.“ Mit einem Schwung seiner Frostblade rief er den uralten Frostwyrm herbei, einen sagenhaften Eisdrachen, der ihm seit einem vor Jahrhunderten geleisteten Schwur verbunden war. Aus den Tiefen der gefrorenen Krypta stieg der Drache empor, seine kristallenen Schuppen schimmerten wie Sterne. Gemeinsam waren sie eine Macht, mit der man rechnen musste.
Die Belagerung am Heiligabend
Im Hof der Kathedrale tobte die Schlacht. Hoch aufragende Weihnachtsbäume wurden zu improvisierten Barrikaden. Santas treue Elfen kämpften tapfer mit angespitzten Zuckerstangen und explosivem Christbaumschmuck. Krampus selbst trat aus den Schatten, seine gewaltigen Hörner von Frostfeuer umkränzt. „Seit Jahrhunderten hast du das Monopol auf Freude, Claus!“, brüllte er. „Es wird Zeit, dass das Chaos herrscht!“
Santa grinste, Eis glitzerte in seinem Bart. „Chaos? Da bellst du die falsche Tanne an, Kumpel.“ Mit einem Kriegsschrei, der den Himmel erschütterte, sprang er auf den Rücken des Frostwyrm und stürzte sich ins Getümmel. Der Drache entfesselte Ströme eisig blauer Flammen, die die Reihen der Frostgeister durchschnitten wie eine Fackel Seidenpapier. Santa drang mitten ins Chaos vor. Seine Frostblade schlitzte mühelos Trollrüstungen auf, jeder Hieb hinterließ schimmernde Reifspuren in der Luft.
Ein komisches Zwischenspiel
Natürlich lief nicht alles nach Plan. Einmal wurde Santa kurz von einem besonders ehrgeizigen Elf namens Nibsy abgelenkt. Der hatte einen „Pfefferminz-Raketenschlitten“ erfunden, um die Trolle zu umgehen. Der Schlitten explodierte mitten im Flug und überschüttete das Schlachtfeld mit brennenden Fruchtgummis. „Nibsy!“, donnerte Santa und duckte sich, als ein verirrtes Gummibonbon an seinem Kopf vorbeizischte. „Genau deshalb habe ich deine Lebkuchenpanzer-Idee abgelehnt!“
„Er ist noch in der Entwicklung!“, brüllte Nibsy mit rußverschmiertem Gesicht zurück, schnappte sich eine angespitzte Zuckerstange und stürmte ins Handgemenge.
Die letzte Konfrontation
Auf dem Höhepunkt der Schlacht stellte Santa sich Krampus im Schatten des riesigen Buntglasfensters der Kathedrale. Der Dämon bewegte sich überraschend flink und führte seine beiden Sensen mit tödlicher Präzision. Wenn ihre Waffen aufeinanderprallten, liefen Schockwellen durch den Hof, zerschmetterten Christbaumschmuck und warfen Weihnachtsbäume um.
„Gib auf, Claus!“, fauchte Krampus. „Du bist bloß ein Überbleibsel einer sterbenden Tradition!“
Santa grinste, seine Augen loderten entschlossen. „Sterbende Tradition? ICH BIN Weihnachten!“ Mit einem mächtigen Schwung der Frostblade bündelte er die ganze Kraft des Weihnachtsgeistes und entfesselte eine blendende Welle aus Licht und Frost. Die Wucht schleuderte Krampus in eine Schneewehe, wo er stöhnend und besiegt liegen blieb.
„Und deshalb“, sagte Santa und rammte die Frostblade in den Boden, „legt man sich nicht mit meinem Fest an.“
Der Frieden kehrt zurück
Mit Krampus’ Niederlage lösten die Frostgeister sich in der Nacht auf, und die Eistrolle zogen sich in ihre Bergverstecke zurück. Die Elfen jubelten und reckten ihre Waffen. Der Frostwyrm stieß ein triumphierendes Brüllen aus, das über die Tundra hallte.
Santa sah über das Schlachtfeld, übersät mit zerbrochenem Schmuck, Zuckerstangensplittern und halb geschmolzenen Schneemännern. Seufzend kreiste er die Schultern. „Da habe ich den Versicherungselfen wohl einiges zu erklären.“
Mrs. Claus erschien, noch immer mit dem Nudelholz in der Hand, und lächelte wissend. „Ich mache Kakao“, sagte sie. „Du räumst hier auf.“
Als die ersten Sonnenstrahlen den Horizont erhellten, stand die verzauberte Weihnachtskathedrale aufrecht und stolz da: ein Leuchtfeuer der Hoffnung und Widerstandskraft. Santa bestieg den Frostwyrm ein letztes Mal, bereit, Geschenke in eine Welt zu bringen, die nie erfahren würde, wie knapp sie Weihnachten verloren hätte.
Denn Santa war nicht bloß eine Legende. Er war ein Krieger. Und Weihnachten war sein Schlachtfeld.
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The Snail Who Looked Twice at Trouble
The Gnome Who Swore the Mushroom Was Listening
The Seedpod That Fired Before Anyone Was Ready